In Studieren und Lernen vom 1. Februar 2018

Mach mal halb lang!

Die Zeit rast und schon steht die nächste Prüfungsphase vor der Tür. Wir haben ein paar Tipps für Euch, wie Ihr auf dem Teppich bleibt und Euch von der To-Do-Liste nicht verrückt machen lasst…

1. Streck‘ Dich. Seufze. Atme tief in den Bauch.

Wenn Du den ganzen Tag am Schreibtisch sitzt, ist es total wichtig, dass Du Dich zwischendurch auch mal bewegst und auf Deine Atmung achtest. Die gekrümmte Körperhaltung am Schreibtisch lässt Dich mit der Zeit verkrampfen. Darum steh zwischendurch mal auf, streck Dich lang, lass einen tiefen Seufzer los, mach ein paar Grimassen, schüttele Deine Arme und Beine aus und mache ein paar bewusste Atemzüge tief in den Bauch. Für die Bauchatmung kannst Du Dich auch auf den Rücken legen, die Hand auf den Bauch legen und dann so viel Luft in den Bauch lassen, dass Du „gegen“ die Hand atmest und sich Deine Bauchdecke immer wieder wölbt und senkt.

Du wirst sehen, es wird Dich lockern und Du kannst mit neuer Energie weitermachen. Probiere es aus!


2. „Legs up the Wall pose“

Eine weitere „Wunderwaffe“ ist die sogenannte „Legs up the wall pose“, was nichts anderes bedeutet, als dass Du Dich auf den Boden legst, mit dem Gesäß an die Wand, und die Beine nach oben streckst. Die Arme kannst Du nach links und rechts ausbreiten. Schließe die Augen und gönn Dir diesen Moment der Entspannung. Spüre in Deinen Körper und merke wie das Blut aus den Beinen in den Kopf fließt und Dir neue Energie bringt.


3. Lache.

Bei all dem Stress und dem Druck der Prüfungsphase – vergiss die schönen Seiten des Lebens nicht! Es ist nicht effektiv sich 24 Stunden am Tag einzusperren und auf die Prüfungsvorbereitung zu konzentrieren. Darum, was immer Dich zum Lachen bringt, tu es! Ruf einen Freund an, schau ein lustiges YouTube-Video oder bring Dich selbst zum Lachen indem Du dich an ein lustiges Erlebnis erinnerst.


4. Geh‘ raus in die Natur.

Lass Dir frischen Wind um die Ohren wehen. Gönn Deinen Augen neue Horizonte. Und vor allem: Beweg Dich! Mach einen Spaziergang, eine kleine Radtour oder geh joggen. Hauptsache Du bist draußen und nicht am Schreibtisch!

Und achte dabei auf die Natur:

  • Hör dem Rauschen der Blätter und dem Vogelgezwitscher zu.
  • Stell Dich an einen Bach, Fluss oder See.
  • Klettere auf einen Baum.
  • Besuche einen Bauernhof oder Markt und kauf frisches Gemüse ein um Dir später etwas Leckeres zu kochen.
  • Pflücke einen bunten Blumenstrauß für Deinen Schreibtisch.
  • Geh im Park spazieren – hier triffst Du bestimmt einen Hund den Du streicheln darfst 🙂 Oder Du kannst ein Eichhörnchen beim Nüssen sammeln beobachten 😉

All diese Erfahrungen mit der Natur lassen Dich auf einfache Art und Weise herunterkommen. Luft, Bäume, Wasser, Tiere, Pflanzen. Das tut so gut!


5. Leg‘ Musik auf und tanze.

Bewegung aller Art hilft Dir neue Motivation und Power zu entwickeln. Jede Art von Sport ist super! Die Zeit ist aber zu knapp um ins Fitness-Studio zu fahren? Dann dreh‘ die Musik auf und tanze ausgelassen bis Du nicht mehr kannst. Oder animiere Deine Mitbewohner und veranstalte eine kurze Dance Session im WG-Flur. Im Handumdrehen strömen wieder Glückshormone durch Deinen Körper und Du kannst mit neuem Mut an den Schreibtisch zurückkehren.


6. Lass‘ los. Meditiere.

Früher war es Hokuspokus – aber in unserer heutigen Zeit kommen immer mehr Menschen dahinter, wie wichtig es ist die vielfältigen Reize der Umwelt auszublenden und sich auf sich selbst und das HIER UND JETZT zu besinnen. Es gibt sogar einige Apps die Dich dabei unterstützen können, z.B.: 7mind oder headspace.


7. Offline.

Klar, es ist auch irgendwie entspannend durch Facebook zu scrollen oder eine Folge der Lieblingsserie zu schauen und sich so auf andere Gedanken zu bringen. Aber manchmal muss man einfach komplett abschalten, alle elektronischen Geräte ausmachen und sich auf den eigenen Rhythmus besinnen. Als Digital Natives kennen wir eine Welt ohne Smartphone, Computer, Fernsehen, Telefon, usw. gar nicht mehr. Es ist normal geworden ständig neue Informationen und Reize zu erhalten. Social Media gehören zum Alltag. All das bringt viele Vorteile mit sich, klar! Wenn Du aber mal in Dich reinhörst, wirst Du vielleicht merken, wie sich Dein innerer Rhythmus positiv verändert, wenn Du ihn nicht durch Social Media beeinflussen lässt. Übernimm Du wieder die Kontrolle über Deinen Körper & Geist und entscheide selbst, wann Du einen neuen Reiz möchtest, anstatt den vielen Impulsen von WhatsApp, Facebook & Co permanent „ausgeliefert“ zu sein. Die Prüfungsvorbereitung fordert schon genug Deiner Aufmerksamkeit, darum tust Du Dir selbst einen Gefallen, wenn Du all die anderen Impulse einmal ausblendest.

Außerdem dauert das Lernen nur umso länger, je mehr Du Dich ablenken lässt 😉

Du fragst Dich, wie die Welt vor der Digitalisierung ausgesehen hat? Was kann man denn heute noch offline tun?

  • Fahre an einen neuen Ort. Jede Stadt hat diese eine Sehenswürdigkeit, die jeder Tourist kennt, aber als Einheimischer ist man noch nie da gewesen.
  • Du kannst auch einfach mal in Deiner Nachbarschaft schlendern gehen, ganz OHNE Ziel.
  • Oder Du gehst in ein Museum und schaust Dir Kunst an. Selbst wenn Du Dich selbst nicht für einen „Künstler“ hältst – es kann ganz neue Horizonte eröffnen, wenn man sich mal auf etwas Neues einlässt. …Oder Du wirst selber kreativ und malst ein Bild…!? 🙂
  • Du hältst Dich selbst nicht für kreativ genug? Ausmalen kann jeder: www.sueddeutsche.de/ausmalen-wird-zum-lifestyle-trend
  • Lies ein Gedicht. Schreib ein Gedicht …oder einen Brief an Deine Oma!? 🙂
  • Mach eine Kaffeepause und lies dabei ein Buch.

Wenn Du in dieser Liste immer noch nichts Passendes gefunden hast, frag mal Deine Eltern, wie sie es früher ohne Handy ausgehalten haben 😉


8. Laut oder leise, Hauptsache Musik.

Eine weitere Möglichkeit um auf andere Gedanken zu kommen ist MUSIK. Dreh‘ sie laut auf und veranstalte eine One-(wo)man-Party oder lass Dich von leisen Klängen in einen kurzen PowerNap wiegen.


9. Powernap.

Wenn Du Dich vor Müdigkeit nur noch schwer wach halten kannst, dann kann es helfen sich tatsächlich ein Nickerchen zu gönnen. Aber stell Dir auf jeden Fall den Wecker. Ein stundenlanger Mittagsschlaf kann Dich völlig aus dem Flow bringen – zwanzig bis dreißig Minuten Powernap hingegen geben Dir beim Aufwachen ein Gefühl wie neu geboren (www.welt.de/was-Sie-beim-Powernap-beachten-muessen).


10. Schau in die Wolken.

Wenn man sich die ganze Zeit mit ernsten Themen beschäftigt und die Gedanken sich nur um Prüfungen, Karriere und Zukunftsplanung drehen, dann muss man sich auch mal eine Pause gönnen und absolut NUTZLOS sein. Setz Dich auf den Balkon oder an Dein Fenster, schau in den Himmel und sieh den Wolken beim Ziehen zu. Dein Gehirn wird es Dir danken und schon nach wenigen Minuten wieder entkrampfter laufen.


Bildnachweise: 1: ©AntonioGuillem/istock.com | 2:  ©Dea e Bruno/shutterstock.com | 3: ©ferrantraite/istock.com | 4: ©franckreporter/istock.com | 5: ©martin-dm/istock.com | 6:  ©fizkes/istock | 7: ©lolostock/istock.com | 8: @g-stockstudio/istock.com | 9: ©Art-Of-Photo/istock.com | 10: ©primeimages/istock.com