In Berufsorientierung vom 29. Mai 2018

Wie Du ein Unternehmen findest, das zu Dir passt

von Jannike Stöhr – Für das berufliche Glück, ist es entscheidend, in einem Job zu arbeiten, der zu einem passt. Viele junge Menschen beschäftigt deswegen die Frage, welcher Beruf überhaupt zu ihnen passt. Ein wesentlicher Punkt wird oft vergessen.

Denn, wenn Du weißt, womit Du Dein Geld verdienen möchtest, sollte noch eine weitere Frage folgen: Wo willst Du arbeiten? Denn genau so wichtig, wie im passenden Job zu arbeiten, ist es, in einer guten Umgebung zu arbeiten. Und “gut” ist in diesem Zusammenhang sehr individuell.

Erst die Hard Facts, dann die Soft Facts

Zuallererst stellt sich die Frage, in welcher Branche Du arbeiten möchtest. Manche Jobs geben die Branche schon vor, bei anderen hast Du wiederum mehr Auswahl. Projektmanager kannst Du beispielsweise in der Automobilbranche sein, im Gesundheitswesen oder im Handel. Du kannst Deine Interessen als Ratgeber hinzuziehen oder Menschen befragen, die in einer Branche arbeiten, die Dich interessiert. Sollte es Dich noch nicht in eine bestimmte Richtung ziehen, kannst Du Dich auch bewusst für Firmen entscheiden, die branchenübergreifend arbeiten.

Es schließt sich die Frage an, an welchem Ort Du arbeiten möchtest. Bist du heimatverbunden und möchtest gern in Deiner Region bleiben? Oder liebst Du die Großstadt und möchtest in Berlin, Hamburg oder München leben? Jede Stadt hat ein Branchenverzeichnis, in dem Du Dir einen Überblick über die ansässigen Firmen verschaffen kannst.

Wie groß soll die Firma sein, bei der Du arbeiten möchtest? Wünschst Du Dir gewisse Strukturen, kreatives Chaos oder ein bodenständiges Mittelmaß? Hast Du eine Präferenz, ob Du in einem Konzern, bei einem Mittelständler oder einem Startup arbeiten möchtest, kannst Du die Firmenauswahl weiter reduzieren.

Mittlerweile solltest Du eine konkrete Liste mit in Frage kommenden Unternehmen vor Dir haben. Möchtest Du die Auswahl noch weiter einschränken, kannst Du Dir die Produkte und die Dienstleistungen dieser Firmen ansehen. Bringst Du eine Leidenschaft für eines der Angebote mit? Sind sie aus Deiner Sicht sinnvoll? Oder verstoßen sie vielleicht sogar gegen Deine moralischen Vorstellungen? Je mehr Du hinter Produkt oder Dienstleistung stehen kannst, desto besser.

Der beste Job macht nicht glücklich, wenn der Chef Dir den Tag vermiest

Nachdem Du Dich mit den harten Fakten auseinandergesetzt hast, geht es jetzt um die weichen Faktoren, die für mich mindestens genauso wichtig sind. Dazu zählen für mich das Arbeitsklima, die Firmenkultur und der Führungsstil. Denn was bringt Dir der beste Job, wenn Dein Umfeld Dich einfach nur einengt oder missmutig stimmt?

Damit Du weißt, in welchem Umfeld Du Dich wohl fühlst, solltest Du Dir zu allererst über Deine eigenen Werte im Klaren sein. Für mich dienen Werte als Kompass in einer Welt, die voller Entscheidungsmöglichkeiten ist. Freiheit ist zum Beispiel einer meiner Werte, an denen ich mich orientiere. Andere Werte können Familie, Sicherheit, Harmonie und Erfolg sein. Eine gute Übung, wie Du Dir über Deine Werte bewusst wirst, findest Du hier.

Viele Firmen veröffentlichen ihre Vision und die Werte, für die sie stehen möchten, auf ihrer Internetseite. Nun kannst Du abgleichen, ob die Werte der Firmen, die Du als potentielle Arbeitgeber in Betracht ziehst, mit Deinen übereinstimmen oder sich zumindest nicht gegenseitig ausschließen.

Bei manchen Firmen sind Werte und Vision leider nur ein Aushängeschild, das nichts mit der Realität zu tun hat. Die Internetplattform Kununu gibt Mitarbeitern die Möglichkeit, ihre Arbeitgeber zu bewerten, um ein realistisches Bild zu zeigen. Beschreiben mehrere Mitarbeiter zum Beispiel das Arbeitsklima in ihrem Unternehmen als angenehm, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch Du in diesem Unternehmen ähnliche Erfahrungen machen würdest.

Hast Du Dir nun eine Handvoll Unternehmen herausgesucht, bei denen Du Dich bewerben möchtest, ist nicht zuletzt der persönliche Kontakt und der Umgang mit Dir als Bewerber ein gutes Kriterium für die Auswahl des Arbeitgebers. Wartest Du allein sechs Monate auf eine Eingangsbestätigung oder wirst Du als Bittsteller behandelt, gibt Dir das auch Aufschluss über die herrschende Firmenkultur. Wie immer bietet es sich an, sich mit Menschen über ihre Erfahrungen auszutauschen, die bereits bei der Firma arbeiten. Wenn Du noch im Studium bist und Praktika machen kannst, dann kannst Du Dich vor Ort persönlich davon überzeugen, ob Dein Wunsch-Unternehmen wirklich zu Dir passt.

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