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28.01.2022
Studieren und Lernen
3 Minuten Lesezeit

Do it yourself – neuer Lebensabschnitt Studium

Das Leben, Gebrauchsanweisung? Fehlanzeige. Als Studierende*r heißt es innerhalb und außerhalb der Uni mehr oder weniger von jetzt auf gleich: „Do it yourself“. Ob Dauerauftrag oder Telefonie-Flatrate, Einkaufs-Logistik oder Mülltrennung: Von nun an ziehst du selbst die Strippen. Damit sich dabei nichts verheddert, geben wir dir ein paar Tipps für deinen Start ins „wahre Leben“, die dir dabei helfen können, deine Nerven zu schonen – und deinen Geldbeutel.

 

Für viele ist der Wechsel von der Schule zur Uni auch mit dem Abflug aus dem familiären Nest verbunden. Dann heißt es, ein Zimmer, eine Wohnung, eine WG zu suchen, sich einzurichten und fortan um den Alltag und um finanzielle, rechtliche und organisatorische Dinge selbst zu kümmern. Aber sogar, wenn du erst mal noch zu Hause wohnen bleibst, verändert sich so manches. So oder so heißt studieren auch, erwachsen zu werden. Und das ist eigentlich ziemlich cool.

 

 

Versicherungen, Verträge und Vergleiche

Bei einigen wichtigen Dingen genießt du noch eine Weile „Welpenschutz“. Beispielsweise bist du als Studierende*r bis zum 25. Geburtstag in der Regel über einen gesetzlich versicherten Elternteil beitragsfrei bei der Krankenkasse mitversichert. Privat krankenversicherte Studierende können sich von der studentischen Versicherungspflicht befreien lassen. Das gilt dann für das gesamte Studium. Sollte es sich für dich als sinnvoll erweisen – beispielsweise, wenn du nach dem Studium als Angestellte*r in einer WP-Praxis zu arbeiten beginnst –, ist ein Wechsel von der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung nach dem Studium möglich. Achtung: Falls du neben dem Studium arbeitest, kann das unter bestimmten Umständen dazu führen, dass du aus der Familienversicherung herausfällst. Nähere Infos dazu findest du zum Beispiel auf den Websites der Krankenkassen, aber auch bei der Verbraucherzentrale. Hier bekommst du außerdem aus neutraler und unabhängiger Perspektive Antworten auf deine Fragen rund um weitere Versicherungen von A wie Altersvorsorge bis Z wie Zahnzusatzversicherung. Du wirst sehen: Einige Versicherungen sind echte „Must-haves“, andere tendenziell doch eher Geldverschwendung.

 

Als volljähriger Mensch schließt du neben Versicherungs- nach und nach auch andere eigene Verträge ab, beispielsweise einen Handy- oder Mietvertrag. Beim Thema Handyvertrag lohnt sich in regelmäßigen Abständen die Frage, ob es eventuell ein günstigeres oder passenderes Angebot gibt, zu dem du wechseln solltest, denn nicht selten lohnt sich das. Vergleichsportale wie zum Beispiel check24.de oder verivox.de helfen dabei, ein für dich optimales Angebot zu finden. Das gilt übrigens auch für Strom- und Gastarife. Wenn du eine Wohnung mieten willst oder bereits mietest, denke über eine Mitgliedschaft im Mieterverein an deinem Wohnort nach. Mietervereine beraten ihre Mitglieder in Miet- und Wohnungsangelegenheiten und stehen bei allen rechtlichen Fragen rund um die Mietwohnung mit Rat und Tat zur Seite.

 

 

Ordnung und (Selbst-)Organisation

„Alles muss man selbst machen!“ ist eine legitime Studierenden-Klage. Die Spatzen pfeifen es von den Dächern: Zwischen Schule und Studium liegen Welten in Bezug auf die nötige Form der Selbstorganisation. Doch darin liegt auch eine tolle Chance: Gestaltungsfreiheit! Du allein bist der Master of Desaster. Und mit ein paar guten Ideen, Regeln und Zielen bekommst du das hin. Wie viel Zeit brauchst du für welche Aufgaben? Welche sind wichtig oder zeitkritisch, welche weniger?

 

Die ABC-Methode – eigentlich ein Tool für betriebswirtschaftliche Analysen, dem du wahrscheinlich früher oder später im Studium begegnest, wenn du „was mit Wirtschaft“ studierst – hilft dir, To-dos in die richtige Reihenfolge zu bringen und priorisiert zu erledigen. Dafür sortierst du alles, was dringend und wichtig ist, unter A ein und alles, was wichtig, aber nicht dringend ist, unter B. In die Kategorie C gehört schließlich alles, was zwar dringlich, aber eigentlich nicht wichtig ist. Beispiel: A) Schaubilder für das Referat erstellen, das du übermorgen halten sollst, B) Mitgliedschaft im Sportstudio fristgerecht kündigen (Frist läuft in 14 Tagen ab), C) Bad putzen. Wenn du zu „Aufschieberitis“ neigst, wirst du jetzt vielleicht stutzen: Wie oft hast du schon stundenlang, weil es dir so nötig und wichtig schien, das Bad geputzt und, weil du gerade so im Flow warst, auch noch die Kaffeemaschine entkalkt und die Blumen gegossen, um dann erschrocken festzustellen, dass du mit diesen verdammten Schaubildern immer noch nicht fertig bist?

 

Also: Mach dir regelmäßig eine ABC-Liste und orientiere dich an der Priorisierung, die sie dir vorgibt. Sie kann dir helfen, mit den Herausforderungen des Selbstmanagements klarzukommen ­– zum Beispiel auch, wenn du eines Tages das WP-Examen ablegst. Weitere Empfehlungen für das Examen haben wir übrigens in unserem Blogbeitrag mit Tipps fürs WP-Examen für dich zusammengetragen, und allgemeine Anregungen fürs Lernen gibt dir unser Beitrag über Lernstrategien für Studium und Prüfung.

 

Zum Thema Selbstorganisation gehört auch, dass du schon frühzeitig aktiv über den Universitäts-Tellerrand hinausblickst und dich um Praktika bemühst. Die gute Nachricht: Wir machen es ganz einfach für dich. Wenn du wissen willst, wie das Berufsleben von Wirtschaftsprüferinnen und Wirtschaftsprüfern aussieht, dann mach doch mal ein Tagespraktikum in einer der an unserer Initiative teilnehmenden Wirtschaftsprüfungspraxen: Melde dich jetzt bei der Expedition Wirtschaft an und entscheide dich für einen Insight Day.